
Auf den Spuren des Räubers Cacciadiavoli
Wenn man seinen Namen liest, klingt er wie das Produkt eines Fortsetzungsromans, aber stattdessen war er einer jener verfluchten Helden, die im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit verbrannt sind
Wo ist

Nino Martino, bekannt als "Cacciadiavoli
Cacciadiavoli, so lautete der Spitzname von Nino Martino, dem legendären kalabrischen Räuber, der sich mit seinen Taten einen bemerkenswerten Platz in der Populärkultur erobert hat: Unrecht nach Meinung der reichen Tyrannen, die darunter zu leiden hatten, unantastbare Rache nach Meinung derer, die unter diesen Tyrannen zu leiden hatten.
Über ihn ist wenig oder gar nichts sicher bekannt. Er wird von einem Chronisten aus Reggio erwähnt und soll im 16. Jahrhundert gelebt haben, aber mehr nicht. Der Legende nach rebellierte er jedoch zum ersten Mal, als er noch ein Hirte war, der einem ungerechten Herrn unterworfen war. Nachdem er diese erste Rache vollzogen hatte, begann er im Aspromonte ein Leben im Busch an der Spitze einer Bande von Unterprivilegierten, die wie er Landbesitzer und Veruntreuer ausplünderten, um sie an Bedürftige zu verteilen.
Er wurde gefangen genommen und zum Tode verurteilt, entkam aber dank des beherzten Eingreifens seiner Gefährten, als er bereits auf der Schwelle zum Galgen stand. Seine Heldentaten endeten erst, als er sich auf der Suche nach Erlösung seiner Mutter nähern wollte, aber eine Unvorsichtigkeit beging, die ihn das Leben kostete. Auf seine Weise ein Tod im Geruch der Heiligkeit, der zwar von der Kirche nicht anerkannt wurde, aber in der kollektiven Vorstellungskraft so stark verankert war, dass er zu einer Art Schutzpatron wurde, der Gerechtigkeit und Wohlstand verheißt.
In den Fußstapfen der Legende
Ein legendäres Begräbnis durfte in dieser Geschichte nicht fehlen. Folgt man nämlich dem Sentiero del Brigante, der nach Gambarie führt, steigt man zur so genannten Piazza Nino Martino hinauf, einer Lichtung auf 1825 Metern Höhe, in deren Mitte ein Steinhügel steht, der von Menschenhand geformt zu sein scheint, als hätte jeder seiner Anhänger einen Stein zu Ehren des Trauernden niedergelegt. Wie dem auch sei, dieser beherrschende Ort knapp unterhalb des Gipfels ist schwierig zu erreichen, aber eindrucksvoll und mit einer Aussicht von solcher Weite, dass man seine Müdigkeit sofort vergisst.
Betreten Sie den Atlas der unentdeckten Wunder Italiens und finden Sie Schätze, wo Sie sie am wenigsten erwarten.
Sammlungen