
Schwertfisch „alla ghiotta“ – die „0-km“-Küche von Scilla
In der Meerenge von Messina ist der Schwertfisch weit mehr als nur ein Nahrungsmittel: Er steht für Geschichte, Mythos, Ritual und Identität.
Wo ist

Auf See: eine jahrtausendealte Jagd
„Der Fisch ist von heute Morgen“, verrät uns der Küchenchef stolz. Er hat ihn am Kai von den Fischern gekauft, die seit jeher von Mai bis Ende Juli jeden Tag auf ihren wendigen „Passerelle“ auf dem Meer vor Scilla hin und her fahren , in der Hoffnung, „den Prinzen des Meeres“ zu erspähen. Seine Erzählung berührt viele Aspekte: Traditionen, Mythen, die tägliche Mühe, die Arbeitsgeräte, die Heiligkeit von Ritualen und Worten, die bis in die griechische und byzantinische Welt zurückreichen. Eines beeindruckt uns besonders: Der Fisch ist nicht nur Nahrung, er ist Teil der lokalen Identität.
In der Küche: Schwertfisch alla ghiotta
Ein Schuss Öl in der Pfanne, eine ganze Knoblauchzehe, eine Prise Petersilie, ein wenig Zwiebel. Chefkoch Enzo lässt alles kurz anbraten, und schon verbreitet sich der Duft der mediterranen Küche. Er fügt die Datterini-Tomaten hinzu, die fröhlich vor sich hin brutzeln, dann die in Stücke geschnittenen Oliven und eine Handvoll Kapern. Er schwenkt alles kurz an. Eine Prise Salz und schwarzer Pfeffer, und voilà: Die Soße ist schon fertig.
Auf dem Tisch: die Qualität der saisonalen Zutaten
Mit hausgemachtem Brot und einem guten Glas Weißwein sind wir bereit für diesen ersten Vorgeschmack. Der Schwertfisch, erzählt uns nun Chefkoch Salvatore, während er die Zutaten für die nächste Kostprobe vorbereitet, wird auch als „Schwein des Meeres“ bezeichnet : Nichts wird weggeworfen. Es erwarten uns die berühmten Röllchen mit herzhaften Füllungen (seine Spezialität) und das ebenso berühmte Schwertfisch-Brötchen mit Salmoriglio, das aus mysteriösen Gründen zum Inbegriff der Sommer in Scilla geworden ist.
Von Fremden zu vorübergehenden Einwohnern
Und nach diesem Erlebnis im Restaurant „Il Ponte“ am Ende von Marina Grande fühlen wir uns wie zu Hause: Wir haben sowohl den Körper als auch den Geist (gut) gestärkt und sind ein bisschen bewusster und ein bisschen glücklicher. Unser Dank gilt den Köchen Enzo und Salvatore sowie dem Team des „Ponte“: Mary, Marianna, Giuseppe und Angelo. Auch ihre Geschichte wäre es wert, erzählt zu werden!
So organisieren Sie die Reise
Betreten Sie den Atlas der unentdeckten Wunder Italiens und finden Sie Schätze, wo Sie sie am wenigsten erwarten.
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Der Atlas dankt:
Scilla, dove peschiamo sorrisi – Comune di Scilla – PNRR Ministero della Cultura M1C3, Mis. 2, Inv. 2.1 “Attrattività dei borghi storici” – Finanziato dall’Unione europea, NextGenerationEU – CUP F79I22000150006
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