
Die Guide-Bäder und das Wasserkraftwerk
Industriearchäologie und Wohlbefinden koexistieren in den Wäldern um Bivongi
Wo ist

Was ist und wo befindet sich der Standort Bagni di Guida
Etwa 4 km von der Stadt Bivongi entfernt , im Stilaro-Tal, befindet sich eine Oase, die eine Wellnesspause und ein kleines Abenteuer in der Industriearchäologie der Region verspricht. Es handelt sich um das Gebiet von Bagni di Guida, einem Kurort, in dem auch die Überreste eines bedeutenden ehemaligen Wasserkraftwerks zu finden sind. Die Anlage liegt am Flusslauf des Stilaro, an einem strategischen Punkt, der in der Vergangenheit den Zugang zu den Quellen und die Nutzung der Wasserkraft erleichterte. Heute wird das Gebiet sowohl wegen des historischen und archäologischen Interesses an den vorhandenen Artefakten als auch als Zwischenstopp für Wanderer auf dem Weg zum Wasserfall von Marmarico besucht.
Das Besondere: Industriearchäologie und Thermalbäder
Die Einzigartigkeit des Ortes liegt in der Koexistenz zweier unterschiedlicher Realitäten: dem Heilwasserwerk und demehemaligen Wasserkraftwerk "Guida". Dieses 1913 errichtete Kraftwerk ist eines der ersten Beispiele für die Stromerzeugung in Süditalien und diente zur Beleuchtung des Dorfes und der Thermen. Die Thermen und das dazugehörige Hotel stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und waren für die wohltuende Wirkung ihres schwefelhaltigen, alkalischen Wassers bekannt. Die Bäder und die Anlage bieten einen privilegierten Einblick in die Geschichte von Bivongi zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert.
Ein Stück Geschichte und das Dorf der Langlebigkeit
Bivongi ist als Dorf der Langlebigkeit bekannt, da die Zahl der Hundertjährigen im Verhältnis zur Einwohnerzahl sehr hoch ist. Das Wasser der Bagni di Guida, das seit der Antike bekannt ist und 1870 von Dr. Vincenzo Filia erforscht wurde, hat möglicherweise aktiv zu diesem Rekord beigetragen und war ein starker Anziehungspunkt für den Thermaltourismus. Die moderne Anlage wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet und lag dann zusammen mit dem Kraftwerk aufgrund der Überschwemmungen der 1950er Jahre, die die Strukturen schwer beschädigten, brach. Die heute restaurierte Anlage ist Teil des"Ökomuseums der Eisenhütten und Gießereien Kalabriens".
Kuriosität: die "Heiligen Wasser" von Bivongi
Das Quellwasser wird als schwefelhaltig, salzig und fluorhaltig eingestuft und wurde wegen seiner Wirksamkeit bei der Behandlung von rheumatischen und Hautkrankheiten "Acque Sante" (Heiliges Wasser ) genannt. Der Volksüberlieferung zufolge geht die Entdeckung der Quelle auf einen Hirten zurück, der die wohltuende Wirkung des Wassers auf sein an einer Hautkrankheit leidendes Vieh beobachtete.
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Sammlungen
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