
Am Horizont von Scylla, die Illusionen der Fata Morgana
Luftspiegelungen auf dem Meer zwischen Kalabrien und Sizilien, die lange Zeit als übernatürliche Phänomene galten und für Reisende auf der Meerenge ein Objekt großer Neugierde waren
Wo ist

Trugbild oder Märchen? Die Fee Morgana
Sagt der Treccani: "Fatamorgana (oder Fee Morgana). Ein lokaler Name aus dem Mittelalter für ein Fata Morgana-Phänomen, das manchmal denjenigen erscheint, die von der kalabrischen Küste der Straße von Messina zur nahe gelegenen sizilianischen Küste blicken. Es handelt sich um die Erscheinung von phantastischen und sich verändernden Konstruktionen aus Türmen und Zinnen über oder im Meer, die die Phantasie der Dichter für die Heimat der legendären Fee Morgana gehalten hat.
Was ist es wirklich? Ein bisschen Wissenschaft
Das Phänomen wurde von einem Naturforscher aus Skylla, Antonio Minasi (1736-1808), untersucht, der zu dem Schluss kam, dass es sich um die Brechung des Sonnenlichts in den ersten Schichten der Atmosphäre handelt, die knapp über der maritimen Horizontlinie die Fata Morgana von Körpern hervorruft, die tatsächlich existieren, aber in verschiedenen Entfernungen dahinter. Dabei konnte es sich um Schiffe handeln, die außer Sichtweite segelten, oder um Küstentürme, die außer Sichtweite waren, und sogar um Inseln.
Im Jahr 1786 veröffentlichte Minasi einen Aufsatz mit dem vielsagenden Titel: Prima Dissertazione sopra un fenomeno vulgarmente detto Fata Morgana o sia apparizione di varie, successive, bizzarre immagini, che per lungo tempo ha sedotto i popoli e dare a pensare ai dotti. Das Phänomen der Fata Morgana ist typisch für die Meerenge, wenn auch nicht ausschließlich, da es auch in anderen Teilen der Welt berichtet wird. Sicher ist, dass die Phantasie in diesem Fall dank des Mythos von Skylla und Charybdis am meisten gestickt hat, so dass der Begriff Fata Morgana auch in den ausländischen Sprachgebrauch eingegangen ist.
Neugierde: Skylla und die Fee Morgana... auf Film!
Kurios: "Tutta colpa della Fata Morgana" ist der Titel eines Films, der 2021 in die Kinos kommen wird: Gabriella ist eine Frau, die mit den Fischern von Scilla zusammenarbeitet und aus Rache am Geschlecht davon träumt, Besitzerin einer "spadara" zu werden, d. h. eines jener Boote, die in der Meerenge zum Schwertfischfang eingesetzt werden. Als das Projekt in Erfüllung zu gehen scheint, stehen eine ganze Reihe von Hindernissen dem Gelingen einer sentimentalen Komödie im Wege, deren Besonderheit nicht zuletzt darin besteht, dass Scilla und die Costa Viola als außergewöhnliche Schauplätze dienen.
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