
Die Treppen von Scilla: der Garibaldi-Aufstieg
In Marina Grande, direkt am Eingang zum Aufzug, entsteht eine kleine Oase der Artenvielfalt
Wo ist

Wo befindet sich die Giuseppe-Garibaldi-Treppe?
Wie viele Treppen es doch in Scilla gibt! Heute, unter der kräftigen Junisonne, nehmen wir den Aufzug von der Piazza San Rocco, um hinunter nach Marina Grande zu fahren. Ein Tunnel/eine Kunstgalerie mit sehr großstädtischem Flair führt uns aus dem kühlen Halbdunkel hinaus ins gleißende Licht. Genau hier beginnt die Garibaldi-Treppe.
Warum sie etwas Besonderes ist: ein Projekt zur Stadterneuerung
In Scilla gibt es einen Verein, der sich (mit gleicher Begeisterung) um alte Rebsorten und den Schutz der Region kümmert. Er heißt Calabria Wild Wine. Im Jahr 2022 „adoptieren“ die Freiwilligen von Calabria Wild Wine die Garibaldi-Treppe und verwandeln sie mit viel Geduld und Arbeit in einen Garten der Artenvielfalt, den sie der Bevölkerung zurückgeben.
Die Pflanzen der Garibaldi-Treppe: mediterrane Macchia
Die Freiwilligen beseitigen eine beeindruckende Menge an Brombeergestrüpp und Unkraut, Müll und Bauschutt; lassen von einem jungen lokalen Handwerker eine Trockenmauer wieder aufbauen, retten die einzigen Überlebenden – einen Oleander und eine Kapernbeere – und machen sich dann daran, neue Pflanzen zu setzen, die typisch für Kalabrien und die mediterrane Macchia sind: zwei Olivenbäume, eine Agave, eine farbenprächtige Bougainvillea, eine Zwergpalme sowie Lavendel, Lantana, Kaktusfeigen und Rosmarin. Und damit der „Wild Wine“-Aspekt nicht zu kurz kommt: auch zwei Zibibbo-Reben!
Die Lektion, die wir daraus lernen
Auf der Garibaldi-Treppe werden die Ausblicke auf das Meer und auf Marina Grande nun von Pflanzen und Blumen eingerahmt. Die Freunde von Calabria Wild Wine zitieren Victor Hugo: „Die Natur kommt jeder Verwahrlosung zu Hilfe, und wo alles fehlt, blüht sie wieder auf und lässt alle Ruinen neu ergrünen.“
Betreten Sie den Atlas der unentdeckten Wunder Italiens und finden Sie Schätze, wo Sie sie am wenigsten erwarten.
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Der Atlas dankt:
Scilla, dove peschiamo sorrisi – Comune di Scilla – PNRR Ministero della Cultura M1C3, Mis. 2, Inv. 2.1 “Attrattività dei borghi storici” – Finanziato dall’Unione europea, NextGenerationEU – CUP F79I22000150006
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