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Die alte Römerstraße durch Ferruzzano

Die "Carrera di Cunsulari": Im Tal der Armenier entdecken wir eine vergessene Straße mit ihren unsichtbaren Schätzen

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Wo ist

Calabria

Via Luigi Settembrini, 15, 89030 Ferruzzano RC, Italia (0m s.l.m.)

Wegbeschreibung
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Wo ist die Römerstraße von Ferruzzano?

Wir befinden uns in Saccuti, einem Ortsteil von Ferruzzano, der heute (bis auf einige tapfere und unverwüstliche Seelen) verlassen ist. Wir machen uns mit unseren Führern Santo und Orlando auf den Weg zum alten Brunnen und zur Ortschaft Schiavuni. Hier betreten wir die "Strata Cunsulari", eine antike Straße aus der Römerzeit: eine gepflasterte Fernstraße, die von Locri nach Bruzzano und dann nach Reggio führte.

Die Besonderheit: in den Fels gegraben

Diese Straße wurde etwa 150 Meter lang in den Felsen gegraben, vielleicht schon in viel früherer Zeit. Sie wurde bis in die 1950er Jahre benutzt: Sie wurde von Eseln befahren, die ihre Lasten in "còfine" (Weidenkörben) trugen. Für die Instandhaltung der gepflasterten Straße waren die einheimischen Familien verantwortlich: Damals war der Sinn für das Gemeinwohl stark ausgeprägt, meint Orlando. Die Natur um uns herum ist üppig. Santo weist uns auf die Pflanzen und ihre heilende Wirkung hin: Innula viscosa, Heidekraut, Nepetella, Lentiske, dorniger Ginster... Die einzigen Geräusche außer unseren Stimmen sind die der Schafe und Vögel und in der Ferne ein paar Kuhglocken, ein paar Stimmen. Verkehrsgeräusche? Keine.

Nicht zu übersehen: die palmenti rupestri

Wie im gesamten Gebiet von Ferruzzano gibt es entlang der Strata Consulari rupestri": jahrtausendealte, in den Fels gehauene Bottiche, in denen die Trauben gepresst und der Most gesammelt wurde (unser Führer, Prof. Orlando Sculli, hat allein in Ferruzzano etwa 160 gezählt!) Der erste "Palmento" ist uns gleich aufgefallen, versteckt zwischen den Korkeichen; ein Stück weiter, in der Ortschaft Santa Dominica, stand ein weiterer, majestätisch ausgestellt, mit Blick auf ein unvergessliches Panorama.

Ein bisschen Geschichte: das alte Rom, Magna Graecia, die Vorgeschichte

Wie kann man dem, was wir sehen, ein Alter geben? Orlando sucht zwischen dem Gras und den Steinen und findet eine kleine rötliche Scherbe, die er uns schenkt. In der Nähe des Mühlsteins von Santa Dominica lassen sich noch immer leicht Fragmente von Amphoren und Embrici (Kacheln) finden: Sie verraten uns die Anwesenheit einer griechischen Siedlung im 6. bis 5. Jahrhundert v. Chr. Aber Santo und Orlando weisen auch auf einen anderen, für unsere Augen unsichtbaren Hinweis hin: Mit welchen Werkzeugen wurde der Fels ausgegraben? Wenn die Gravuren auf dem Felsen lang und gerade sind, bedeutet dies, dass sie mit Eisenwerkzeugen hergestellt wurden und aus dem Neolithikum stammen. Wenn die Gravuren kurz und schräg sind, wurden sie mit Steinwerkzeugen (Hackmesser und Keule) hergestellt und stammen aus dem Jungpaläolithikum. Bei älteren Artefakten hat die Zeit alle Spuren der Gravuren ausgelöscht und die Ecken geglättet. Es ist außergewöhnlich, in der Natur Geschichte lesen zu können, und unsere Dankbarkeit ist groß!

Neugierde: das Unsichtbare, das zum Vorschein kommt

Apropos Unsichtbares: Santo und Orlando weisen uns auf Einkerbungen im Fels hin, in die der Weg gegraben wurde: drei vage Andeutungen von Stufen, die zu einer vierten, etwas breiteren Stufe hinaufführen. Es handelt sich um die 'petra du cavarcaru', um bequemer auf dem Rücken eines Esels zu klettern!

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